Die Materialien
Ist die Entscheidung für einen Wintergarten gefallen, müssen einige wichtige Entscheidungen bezüglich des Materials getroffen werden. Hier übt natürlich der Geschmack des Bauherren den größten Einfluss aus.
Die Liebe zu dem rustikalen Wohnen, wird sich an dem Wintergarten fortsetzen, um den bisherigen Stil nicht durch einen Stilbruch zu verletzen. Ein rustikales Holzhaus, sollte nicht einen puristischen stählernen Wintergarten angebaut bekommen. Eine Harmonie zu dem Haus muss gegeben sein, damit ein perfektes Gesamtbild entstehen kann.Ein Überblick über die Materialien

Am Anfang war der Kunststoff
Mit Beginn der 70er Jahre wurde Kunststoff als gängiges Material für einen Wintergarten gewählt. Damals waren die Konstruktionen noch sehr schlicht und konnten noch nicht auf die verschiedenen Geschmäcker eingehen. Niedrige Kosten und eine Witterungsbeständigkeit sprachen für dieses Material. Leider nicht gegen UV-Strahlungen. Durch diese wurde der Kunststoff spröde und vergilbte leicht. Für den heutigen Anspruch nicht mehr zu vertreten.
Doch durch die Weiterentwicklung haben sich ganz neue Möglichkeiten bei der Materialauswahl ergeben. Die Vor- und Nachteile jedes angebotenen Baumaterials sollten gründlich verglichen werden.
Das Aluminium
Negativ kann aber der hohe Energieeinsatz wirken. Dieser wird bei der Herstellung nötig und lässt so machen umweltbewussten Bauherren von diesem Material Abstand nehmen. Auch sind die Kosten bei einer Konstruktion mit Aluminium teurer, als mit anderen Baumaterialien.
Der starke Stahl
Dieses Material bietet eine enorm hohe Belastbarkeit. Mit ihm sind ein filigraner Stil machbar, was sich gut bei einem viktorianischen Stil anbietet. Große Glasflächen können hier Halt finden und den Wintergarten mit viel Licht durchfluten. Drei Mal höher belastbarer als Aluminium, wird er jedoch eher selten in Anspruch genommen. Er dient oft als eine Stütze für das Aluminium um eine höhere Belastbarkeit zu erreichen.
Die Bildung von Kondensat und der Leitfähigkeit von Wärme, sprechen bei vielen Interessenten gegen Stahl. Da Stahl auch einer ungewollten Korrosion ausgesetzt ist, muss ein Anstrich zum Schutz gegeben sein.
Holz- ein Stück Natur
Holz fügt sich mit seiner Optik unauffällig in die Natur mit ein. Günstiger als Aluminium, bietet es eine sehr gute Isolierung und den erwünschten Schutz gegen Lärm. Eine hohe Belastbarkeit der Statik kann als Pluspunkt mit in die Entscheidung aufgenommen werden. Für den Bau wird kein Vollholz verwendet, da dieses leicht reißen würde. Verleimte Brettschichthölzer bieten mit dem verwendeten Leim die Stabilität.
Da Holz ein Produkt der Natur ist, zeigen sich auch ungewollte Anfälligkeiten. Schädlinge, Witterungen und hohe Luftfeuchtigkeiten erfordern eine manchmal sehr aufwendige Pflege.
Die Alu-Holz Variante
Hier wird im Außenbereich das witterungsbeständige Aluminium verwendet. Im Inneren kann sich der Besitzer an dem natürlich Material Holz erfreuen. Um solch ein Projekt erfolgreich gestalten zu können, sind besondere Ansprüche an den Hersteller zu fordern. Die Bildung von Kondensat wird bei dieser Bauweise auf ein Minimum reduziert. Pflege wird von Außen nicht benötigt. Statisch ist eine große Belastbarkeit kein Problem.
Die Kosten für solch einen Wintergarten sind um einige Euros höher und nicht für jeden werdenden Wintergartenbesitzer erschwinglich.